
Solo-CD,
erschienen
auf dem Eigenlabel der MGB, die nicht die Absicht hat, bei einer
großen
Plattenfirma unterzukommen.
Über Internet,
Konzertverkauf und lokale Plattenhändler, sagen sie, sind ihre
treuen
Fans besser zu bedienen.
Gleich beim ersten
Stück Supersonic sunday
fällt die angenehme Stimme auf, die mich ein wenig an
Herman Brood
erinnert.
Die Musik wird getragen von einem sehr groovigen Rhythmus und
einfallsreichen
Basslinien.
Das von Mark
gespielte
Akustikgitarrensolo ist sehr gekonnt.
My dreams
mit schnittiger Akustikgitarre (das macht wohl die
jahrelang Praxis
als Straßenmusiker) schlägt in die selbe Kerbe, nur sparsam
von Percussion begleitet und ebenfalls
mit schönem
Solo. Hold me down
bringt einen ziemlichen Stilwechsel und deutet auf eine Vorliebe
für
Musik à la Nirvana hin.
Metro man
besticht durch seine vertrackte Rhythmik, die überraschend
eingesetzte
Flöte und den ungewohnten
Sprechgesang. The
road beginnt mit einem Saxofon-Intro und
ist
unterlegt von einem sphärischen Klangteppich aus
Klavier und
Keyboards.
Die warmen Basstöne kommen sparsam und sanft. In eine ganz andere
Richtung geht
Daydreamer's son,
modern gespielter Rock mit vielen knackigen Gitarrenriffs und
beschwörender
Gesangsstimme.
Day after day
ist dann noch einmal so ein für mich überflüssiger
Nirvana-Ausflug.
Dafür zählt das danach
folgende Once
in a while zu meinen eindeutigen Favoriten
auf dieser CD. Dezent und unaufdringlich,
musikalisch fein
ziseliert, mit kurzen Riffs, sparsamen, warmen Basstönen und einem
Fuzz-Effekt,
der das Ganze
stimmungsmäßig
steigert. I'm so tired
ist ein schöner Midtempo-Rocker mit gekonntem
E-Gitarrensolo.
Der verschleppte Backbeat passt perfekt. Ein schnittiges
Akustikgitarren-Intro,
die dann
einsetzende Geige,
eine treibende Rhythmussektion, interessante Breaks und ein feines Solo
auf der Akustischen
prägen Givvin
it up. Mit einem Pizzicato
begrüßt
uns New dimension,
das dann begleitet von Sprechgesang,
mit Streichern
unterlegt
wird. Daß synthetische Drums nicht aufdringlich sein müssen,
beweist I
need your love, eine sehr ruhige Nummer,
bei
der die Ausdrücksstärke von Mark Gillespies Stimme
sehr gut zur Geltung
kommt. Die Atmosphäre des Songs fängt Dich unwiderstehlich
ein
und lässt
Dich wie gebannt
lauschen. Groovig und jazzig, mit lateinamerikanischer Rhythmik,
attraktiver
Akustikgitarre
und Scatgesang kommt
The way things go
daher. Witzig sind die kurz eingesetzten Bläser-Stakkati.
Die Musik versetzt
einen in die Stimmung eines sommerlich warmen Partyabends im Freien.
Sehr originell ist
die nur 1 Minute dauernde Schlußnummer Little
song, mit den Worten:
"here's a little
song, it's almost finished, and now it's gone"
Barefoot And
Naked
ist eine angenehme, in vielen Passagen von Akustikgitarre
geprägte,
Scheibe,
die weit besser
klingt als so manche dem Trend hinterher hechelnde
"Unplugged"-Veröffentlichung
der letzten Jahre.
Ich persönlich
freue mich, die Mark Gillespie Band in Cropredy (2003) zu sehen.