Equation

Die Band stammt aus der englischen Grafschaft Devon und spielt seit 2001 in der Besetzung

Kathryn Roberts (Vocals)
Sean Lakeman (Guitar)
Darren Edwards (Bass)
Iain Goodall (Drums)
James Crocker (Electric guitar)

Equation,Portraitfoto

Die Ursprünge liegen in den frühen 90'ern, als die Brüder Sean, Sam und Seth Lakeman
mit ihren Eltern zusammen in der Lakeman Family Band spielten. Sean Lakeman ist heute
noch dabei. Als Lakeman Brothers machten sie sich einen Namen in der britischen
Folkszene und veröffentlichten 1994 das Album 3 Piece Suite. Bereits damals sang
auf zwei Titeln die mit ihnen befreundete Kathryn Roberts.
Diese war von Kindheit auf mit Kate Rusby als Duo erfolgreich. Ihr 1995 erschienenes Album
wurde "Folk Album Of The Year". Kathryn Roberts gewann auch den "BBC Young Tradition Award".
Als die beiden Mädels 1994 in Portugal auf Tournee gehen sollten, fragten sie die Lakeman Brothers,
ob diese sie als Band begleiten wollten. Sie taten es und firmierten als Blackadder.
Als sie in die Heimat zurückgekehrt waren, beschlossen sie (Ende 1994), eine feste Band zu bleiben
und wählten den Namen Equation. Im Februar 1995 erschien die EP Equation In Session.
Bei ihrem ersten Auftritt im "Weavers" in London entdeckte sie Geoff Travis
von ROUGH TRADE und nahm sie für Label BLANCO Y NEGRO unter Vertrag.
Fortan traten sie ständig auf und waren Stammgast auf allen wichtigen Festivals.
Im Juli 1995 verließ Kate Rusby die Band. Ihre Nachfolgerin wurde Cara Dillon aus Nordirland,
die zuvor für Oige und auch De Dannan gesungen hatte. Es stieß dann auch noch der
Akkordeonspieler Luke Daniels hinzu, der ebenfalls eine Vergangenheit bei De Dannan
gehabt hatte. Im September 1995 beschlossen sie, rockiger zu werden und holten
den Drummer Darren Altman in die Band. Von jetzt an hörten sie auch auf, rein traditionelles
Material zu spielen und brachten auch Eigenkompositionen ins Repertoire mit ein.
Ab November 1995 kam Bassist Darren Edwards dazu und ersetzte Luke Daniels, der
Akkordeon gespielt hatte. Sie machten Aufnahmen für ein erstes Album, während
denen aber Drummer Darren Altman wegen seines allzu harten Stils die Band
in Freundschaft verließ. Das Album wurde produziert von David Bottrill, der auch schon für
Peter Gabriel und King Crimson gearbeitet hatte.
Im März 1996 schloß sich Drummer Iain Goodall der Band an.
Als WARNER 1996 einen kommerzielleren Sound anstrebte, entschlossen sich
Cara Dillon und Sam Lakeman die Gruppe zu verlassen.
Es blieben

Kathryn Roberts (Vocals/Woodwind)
Sean Lakeman (Guitar)
Seth Lakeman (Violin/Vocals)
Darren Edwards (Bass)
Iain Goodall (Drums)

1997 nahmen sie in ihrem eigenen Studio in Dartmoor das Album Hazy Daze auf,
das von Paul Barrett  (U2, Sinead O'Connor, Hothouse Flowers) produziert wurde.
Da sich die Platte trotz guter Kritiken schlecht verkaufte, verließ Equation im Sommer
1998 WARNER.
Mittlerweile war James Crocker an der Elektrogitarre hinzugekommen und sorgte für
einen noch rockigeren Sound. Die Besetzung lautete jetzt

 Kathryn Roberts (Vocals)
 Sean Lakeman (Guitar)
 Seth Lakeman (Violin/Vocals)
 Darren Edwards (Bass)
 Iain Goodall (Drums)
 James Crocker (Electric guitar)

An den Arbeiten für ein weiteres Album war unter anderem John Wood beteiligt, der ja
für einige Fairport-Scheiben mitverantwortlich gewesen war. Das Album Lucky Few
erschien letztendlich im Oktober 1999 auf dem unabhängigen Label BLACKBURST.
Das Artwork der CD besorgte übrigens David Hughes, der bis heute ein Freund der
Band geblieben ist. Im August 1999 tourte die Band erstmals in den USA.
Das dort erst jetzt veröffentlichte Album Hazy Daze verkaufte sich sehr gut, und
Equation spielte 2000/2001 öfter in den USA als zuhause.
Im März 2001 beschloß Seth Lakeman, die Band zu verlassen und eigene Wege zu gehen.
Als Quintett sind Equation weiterhin erfolgreich, vor allem in den USA.
Sie veröffentlichten die EP Dark Ages und das Album First Name Terms.



 

Mit einer Promo-CD konnte sich "Forever Young" einen akustischen
Eindruck über die Musik von Equation machen. 
Mit Folk-Rock hat es nicht viel zu tun. 4 Titel sind auf dem Silberling.

Wild card kommt mit einem stark an die Stones erinnernden Intro daher.
Bass und Schlagzeug sind sehr tough und die Gitarrenriffs knackig. Man könnte fast meinen, 
Was sofort auffällt ist die gute Stimme von Sängerin Kathryn Roberts.
Lord Gregory ist eine schöne langsame Nummer, die von Keyboard und Akustikgitarre eingeleitet wird. Die Sängerin wirkt sehr überzeugend.
Man bekommt fast eine Gänsehaut. Im Hintergrund ist ein Fagott zu hören.
Auch Rise up and deny ist eher langsam und wird von der dominanten Stimme
geprägt. Bass und Schlagzeug sind wieder sehr satt, und die Akustikgitarre, von der auch ein sehr schönes Solo kommt, ist begrüßenswert in den Vordergrund abgemischt. Man hört, wie auf den Saiten hin- und hergerutscht wird.
Cuckoo's nest ist ein oft gecovertes altes Traditional, wobei Equation sicherlich eine der rockigsten Variationen abliefert. Sie spielen kompakt und rhythmisch
punktiert. Über die Bedeutung des Begriffs "cuckoo's nest" möchte ich mich nicht näher auslassen. Es ist sowas ähnliches wie "baby, you can drive my car".
Aber im Moment ist es sowieso zu heiß.
 

Einige Pressezitate:

"Equations eleganter Sound erfüllte die Halle mit Klängen, die Erinnerungen
an U2 in ihrer mittleren Phase und Fleetwood Mac weckten"
(Washington Post)

"Eine Folk-Pop Sensation"
(New York Daily News)

"Englands Equation kreieren eine Musik, die originell und zeitgemäß ist und
eine Brücke zwischen Folk und Pop baut"
(Connection Magazine)

"Equation machen den Eindruck, als sind sie dazu bestimmt größer als
die Cranberries zu werden"
(Elle Magazin)

Das Bild wurde der Website der Gruppe entnommen.