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(Der nachfolgende Text würde ursprünglich als Vorankündigung für den Auftritt der Band beim Cropredy-Festival 2002 geschrieben) Für "Forever Young" eine große Freude, daß diese Lokalmatadoren, gegründet 1986, auftreten. Sie waren 1991 die allererste Band, die ich jemals in Cropredy habe spielen sehen. Nachdem mir ein paar Stunden zuvor eine Tasche mit sämtlichen Utensilien, die die Identität eines Menschen ausmachen, inkl. Papieren, Geld, Schecks, Flugtickets etc., abhanden gekommen waren, sich aber durch einen ehrlichen Finder rechtzeitig vor Festivalbeginn wieder eingefunden hatten, bedeutet mir heute noch das erste von Freeway Jam damals gespielte Stück, eine wunderbare Version des R&B-Klassikers "Feel So Good" sehr viel.
Ich habe mit den Jungs (oben bei ihrem
Cropredy-Auftritt 1991 zu sehen) Freundschaft geschlossen, und mir immer
gewünscht, daß sie einen zweiten Auftritt haben werden.
in a glorious trance". Zur Band gehören noch Schlagzeuger
und Witzbold Mick Bullard (er spielt einen
"Ludwig"-Set aus den 60-er Jahren und singt auch), Gitarrist Nick
Gould und Bassist und Gitarrenbauer Andy Viccars.
Auf dem Konzert zu ihrem 10-jährigen
Bestehen in der "Mill" in Banbury im Februar 1996 hatten Whitesnake-Gitarrist
Bernie
Marsden,(mit dem Mick Bullard in einer Band namens "Skinny Cat"
war, ehe sich Marsden Whitesnake anschloss), Fairports Multi-Instrumentalist
Martin
Allcock und der Ex The Nice-Bassist
Lee Jackson
Gastauftritte.
Zur ersten Besetzung der Band gehörte übrigens Gitarrist Syd Twynham, der aber nach ein paar Monaten zu seiner Heimatband, der 70-er Jahre Hitband MUD, zurückkehrte. Letzte Neuigkeit !!!
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(A NEW DAY RECORDS, AND CD 54, 2002) Inhalt aktualisiert am 07.02.02 Die Jungs aus Banbury waren meine erste
Live-Erfahrung in Cropredy, anno 1991 - nachzulesen im Festival-Bericht
2002.Angesichts des Geburtsjahrs von "Forever Young" (1955) ist der Titel
der aktuellen CD dieser wunderbaren Band fast schon so etwas wie ein Lebensmotiv.Freeway
Jam spielen einen klassischen, zeitlosen Rock. Die gewählten Coverversionen
sind geschmackvoll ausgesucht, und das eigene Material (7 der 14 Stücke
wurden von Ben Bennion geschrieben) fällt
qualitativ nicht ab. Man startet den CD-Player, wird von einem Rhythmus
auf der Akustikgitarre begrüßt, und schon bald kommen Bass und
Schlagzeug mit rhythmischen Groove. Waiting For The
Tide, in dem Bennion die Hoffnung besingt, daß die Gezeiten
irgendwann in seinem Sinne kommen und gehen, hat auch sonst alle Ingredienzien
des Classic Rock, wozu natürlich Soli auf der elektrischen Gitarre
gehören.
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Musikalische Gewürznoten in diesem
Stück sind einige an Bo Diddley erinnernde
Passagen.
Textlich handelt es sich einen Seitenhieb gegen "this crazy machine". "Wenn der Fluß voll von Whisky wäre, und ich eine Ente, dann würde ich bis auf den Grund tauchen, und nie wieder hoch kommen", so heißt es in Divin' Duck Blues, einem Klassiker von Sleepy John Estes, den Freeway Jam sehr sympathisch relaxt interpretieren. A Fisherman's Tale ist eine Eigenkomposition von Ben Bennion, mit wunderbarer Gitarrenarbeit von ihm selbst und grooviger Begleitung seiner Bandkollegen, die textlich wohl ausdrücken soll, daß er sich jedes einzelne Pfund in seinem Leben als Handwerker (der er ist) hat selbst hart erarbeiten müssen (und deswegen vernünftig damit umgeht) - sehr sympathisch !!! Angel From Montgomery, ein Klassiker, oft nachgesungen, wurde von John Prine geschrieben, passt aber sehr gut ins Repertoire. Neben dem nachdenklich machenden Text fällt die schöne Pedal-Steel von P.J. Wright auf. Layin' Salt Into The Wound ist von der Hookline her an Fairports "Dangerous" angelehnt. Der Text erinnert daran, daß man als Mitglied einer im relativen Wohlstand lebenden Gesellschaft nie seine Ideale vergessen sollte, und daß die Welt anderswo in einem verheerenden Zustand ist, oder wie Ben Bennion selbst formuliert, "ein Blick auf die Heuchelei der modernen Zeit". In Van Morrisons The Healing Has Begun spielt Chris Leslie eine sehr schöne Begleitung auf der Geige zu einem irisch angehauchten Arrangement. Daß The Band zu den Lieblingsgruppen der Jungs gehören könnte, merkt man nicht nur daran, daß Schlagzeuger Mick Bullard bisweilen singt, sondern auch an den teilweise ähnlichen Arrangements. Beispiel hierfür ist Ben Bennions Ladies In Waiting. Den Gesang mal nicht berücksich- tigt, könnte man es durchaus als bisher unveröffentlichte Aufnahme von The Band verkaufen. Der pazifistische Text drückt den Wunsch aus, daß es nie wieder Frauen geben soll, die am Bahnhof oder im Hafen auf ihre aus dem Krieg zurückkehrenden Männer warten.Das Stück wurde zuvor bereits schon einmal von WAZ aufgenommen. Die Stimmung ist "love & peace", auch im letzten Stück Thirty Years Too Late, und der textliche Idealismus wirkt nie plump oder plakativ. Ben Bennion kommt nicht mit dem erhobenen intellektuellen Zeigefinger. Wer ihn und seine sympathischen Bandkollegen kennt, kauft ihm seinen Idealismus, den Glauben an bessere Zeiten, ab.Beeinflußt von Dylans "A hard rain's gonna fall" befasst sich Ben Bennion hier mit den Ereignissen des 11.September. Freeway Jam sind Oldies, ohne Zweifel, aber sie liefern keinen kalten Aufguss altbekannter Sachen. Sie sind um Eigenständigkeit bemüht, und ihr Auftritt in Cropredy 2002 (unten besprochen) bot neben dem Material ihrer CDs auch Interpretationen anderen gut ausgesuchten Materials. Mick Bullard hat "Forever Young" übrigens die Zusage gegeben, an dessen 50.Geburtstag (2005) mit Freeway Jam live aufzuspielen. Vielleicht kann ich ja Fairport als Vorgruppe engagieren (war nur ein Witz!)? |
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Leider konnte ich Mick
Bullard und Ben Bennion von Freeway
Jam nicht mehr vor dem Konzert treffen, sonst hätte ich sie
mit dem Fotoalbum, das ich für sie zusammengestellt hatte, als Bestechung
dazu verpflichtet,
Nach dem Konzert überreichte ich das
Fotoalbum und wurde dafür mit einem schmackhaften Guinness und der
neuen CD belohnt. Ben Bennion erzählte mir, er habe um die Weihnachtszeit,
Frau und Sohn folgend, das Rauchen aufgegeben, weil er nicht der einzige
"Qualmer" in der Familie sein wollte. Mittlerweile rauchen Gattin und Sohn
wieder, er aber blieb standhaft.
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