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Bis unmittelbar vor dem Cropredy-Auftritt 2002 war Little Johnny England zum zweiten Male auf US-Tournee. Nach Ankunft in London Gatwick ging es direkt zum "Sidmouth Festival", und auch am Cropredy-Wochenende hatten die Jungs noch einen weiteren Auftritt.
Immer bereit für einen
netten Plausch bei einem Bier:
(Es folgt der Text, mit dem die Band für das Cropredy Festival 2002 vorgestellt wurde.) Schon früh am Samstagnachmittag wird die Stimmung groß sein, wenn Little Johnny England ihren rockigen Mix aus Folk, Blues und Rock'n Roll bringen werden. Im Mittelpunkt steht einer der besten Slidegitarristen überhaupt - P.J. Wright. Spätestens seit dem Dylan Project kennen ihn alle Fairport-Fans. P.J. war persönlich meine erste Erfahrung mit dem besonderen "mingling with the crowd" - Flair in Cropredy. Es war 1991, und ich unterhielt mich angeregt bei einem Bier an der Wadworths Bar. Mein Gesprächspartner, den ich nicht (er)kannte, sagte, er müsse "mal eben wo hin". 15 Minuten später stand ich direkt vorne an der Bühne, um die Steve Gibbons Band zu sehen, und an der Gitarre agierte ....... mein Trinkfreund. Es war P. J. Wright. Erst 1999 gegründet hat sich Little Johnny England bereits jetzt einen guten Namen bis hinüber in die USA gemacht, wo sie u.a. letztes Jahr nur zwei Wochen nach dem verheerenden Unglück in New York unterwegs waren. Zur Band gehören noch Gareth Turner, Melodeon, ehemals in der Ashley Hutchings Dance Band und bei Phil Beer, Bassist Mat Davies, ehemals Clarion, Guy Fletcher, ein großes Talent an der Fiddle und vielen anderen Instrumenten, sowie Drummer Ed Frost, ebenfalls von Clarion kommend. CD-Besprechung unten |
LITTLE
JOHNNY ENGLAND - Mercs And Cherokees
(FELLSIDE RECORDS FECD 166,
2001)
Britischer Folkrock bester Güte wird hier geboten, wobei Gareth Turners Melodeon das eindeutig dominierende Instrument ist. Die Marschrichtung wird gleich in "The way things ought to be" vorgegeben: ein Intro von Melodeon und Slidegitarre (P.J. Wright) und dann eine zupackende, in die Beine gehende, Rhythm Section (Mat Davies und Ed Frost), die auch in einem Slowsong wie "Moon at my window", in dem Wright zur Akustikgitarre greift, rockig wirkt. "Swine / UHT", ein Instrumental mit kompliziert vertracktem Rhythmus, erinnert stark an die Zeit der Albion Band, als Simon Care noch dabei war. "40 Years On" ist klassischer britischer Folkrock: zuerst ein Fiddle-Intro von Guy Fletcher, dann ein E-Gitarrenmotiv, ehe die gesamte Band einsetzt. Von gleichem Kaliber ist "My heart's where my home used to be", in dem P.J. Wright ein Solo spielt, das ein Vorbild namens Thompson erahnen lässt. "Street Fair", ein Melodeon-Instrumental ist Dance Band-Musik erster Güte. In "The Witherstone", mit rockig verschlepptem Rhythmus, und "Rabjerg Mile" sticht die geniale Gitarrenarbeit von P.J. ganz besonders hervor. "Widdecombe Fair" ist eine Komposition von Steve Knightley, der hier auch als Gastsänger auftritt. Ein wildes Instrumental mit vielen Soli ist "Mutual crumpet / The battle before bedtime / Nail down the rooster", ehe "Lost boys", ein swingendes Stück mit jazzigem Cajun-Feeling die CD abschließt.